Tipi

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Was ist ein Tipi?

Die Begriffserklärung im Duden für Tipi lautet folgendermaßen: “ (bei den Prärieindianern Nordamerikas) kegelförmiges, mit Rinde, Matten, Fellen gedecktes oder mit Stoff bespanntes Zelt.”

Mit dem Begriff “Tipi” verbindet man also unweigerlich die Indianer. Doch was ist ein Tipi eigentlich genau? Tipi bedeutet in der Sprache der Indianer ein Zuhause; eine Wohnung oder Räumlichkeit, in der gelebt wird. Wörtlich übersetzt meint das Wort Tipi “Benutzt zum Wohnen/Leben”.

Seit wann gibt es das Tipi?

Seit wann genau die Indianer in Tipis lebten, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass die tolle Behausung etliche Jahre auf dem Buckel hat. Bereits als die Spanier im Jahre 1540 das Landesinnere von Amerika erblickten, hielten sie die Behausung der Ureinwohner schriftlich fest.

Tipi im finnischen Wald; Bildquelle: pixabay – jackmac34

Den älteren Bruder der Tipis fand man bereits in der Steinzeit. Damals wurde die Behausung jedoch noch nicht Tipi sondern “Lavvu” genannt. Auch optisch unterschied sich das Lavvu vom viel jüngeren Tipi. Das Lavvu war wesentlich kleiner

Wie ist ein Tipi aufgebaut?

Der Aufbau ist alles andere als primitiv: Das Tipi ist nicht rund, sondern kegelförmig und hat für gewöhnlich einen Durchmesser von drei bis acht Metern. Die Kegelform ist nicht symmetrisch, sondern nach hinten geneigt. Warum macht man das? An der flacheren Stelle wurden Rauchklappen installiert, sodass ein optimaler Abzug gewährleistet werden konnte.

Das Gestell besteht aus dünnen, aber stabilen Holzstangen, über die die Plane bzw. die Felle, Rinde, Matten etc. gelegt werden. In der Mitte des Tipis war die Feuerstelle angebracht, der Rest des Bodens wurde mit Fellen ausgelegt. Die äußere Hülle des Tipis bestand meist aus Bisonleder und wurde später (nachdem die Bisons beinahe ausgerottet wurden) durch Stoff ersetzt (ca.im Jahr 1800).

Das Tipi ist eine geniale Erfindung. Im Sommer wurde die Hülle nicht ganz bis zum Boden gezogen, damit von unten Luft ins Zelt dringen konnte. Im Winter hingegen sorgte die Form dafür, dass es im Tipi wohlig warm war.

Was ist der Unterschied zwischen Tipi und Wigwam?

Das Tipi und das Wigwam sind zwei vom Aufbau völlig unterschiedliche Arten von Behausung.

Das Tipi der Prärie-Indianer war kegelförmig und bestand aus einem Stangengerüst mit einem Überzug aus Bisonhäuten (oder später auch Stoff).

Ein Wigwam hingegen war die Behausung der Algonkin-Stämme und deren Nachbarn; der Sioux. Sie bauten kuppelförmige Hütten aus Holz und Baumrinde. Der Rahmen bestand aus festen Holzpfählen, die kreisförmig in die Erde getrieben wurden. Weiterhin wurden kreuzweise Stangen angebracht, die das Grundgerüst vervollständigten und stabilisierten. Der Überzug bestand aus Rinde oder Matten. Auch im Wigwam wurde in der Mitte ein Lagerfeuer entfacht, dessen Rauch nach oben durchs Dach abziehen konnte. Der Boden wurde – genau wie beim Tipi – ebenfalls mit Fellen (oder Zweigen) abgedeckt und zum Schlafen genutzt.

Das Wigwam wurde im Gegensatz zum Tipi nicht mehrmals auf- und abgebaut, sondern stand für gewöhnlich an seinem festen Ort.

Welche Größe hat ein Tipi?

Die Tipis der Prärieindianer waren unterschiedlich groß. Der Durchmesser und die daraus resultierende Höhe hing entscheidend vom Nutzen ab. Wurde das Tipi für Kinder, die ganze Familie oder am Ende nur für das liebgewonnene Haustier genutzt?

In den meisten Fällen besaßen die Tipis der Indianer einen Durchmesser zwischen drei und acht Metern und war rund sechs bis neun Meter hoch.

Wie wurden Tipis transportiert?

Tragen konnte man die großen Behausungen natürlich nicht so einfach. Die Indianer benutzen zum Transport also verschiedene Hilfsmittel. Anfangs hatten die Indianer noch keine Pferde zur Hilfe; selbige kamen erst mit den Spanieren nach Amerika. Zu seiner Zeit nutzen die Ureinwohner Amerikas Gleitschlepper (ein schlittenartiges Gestell), die sie selber zogen bzw. bei welchen sie beim Ziehen von ihren Hunden unterstützt wurden. Später dienten die Pferde als Transportmittel.

Welche Symbolik hatten Tipis?

Auch bei den Indianern hatte die Sonne eine große Bedeutung. Die Sonne gilt als der Spender des Lebens und wurde bei sämtlichen Völkern der Erde stets verehrt. Bei den Tipis wurde der Eingang immer nach Osten ausgerichtet – sprich zur aufgehenden Sonne hin. Dies hatte mehr als einen Grund: Einerseits konnte man so dem Wind und Wetter trotzen, andererseits ging die Sonne direkt vor dem Eingang auf.

Auch die Kegelform des Tipis wurde nicht grundlos gewählt. Der Kreis signalisierte den Stämmen den Kreislauf des Lebens. Auch im Innenraum des Zeltes saß man sich im Kreis gegenüber und die Dörfer der Indianer wurden ebenfalls in Kreisen oder Halbkreisen aufgebaut.

Wie lange hält ein Tipi?

Den Indianern ist mit ihrem Tipi ein regelrechtes Meisterwerk der Architektur gelungen. Aus diesem Grund waren die Tipis – die übrigens nur von Frauen innerhalb kürzester Zeit auf- und abgebaut wurden – extrem langlebig. Sicherlich mussten jedoch (wie bei jeder Behausung) ab und an Stangen oder Felle ausgetauscht werden.

Auch in der heutigen Zeit erfreuen sich die Tipis wieder steigender Beliebtheit. Natürlich werden diese Zelte nicht mehr aus Häute gefertigt. Die Stoffe sind für gewöhnlich imprägniert und sollten alle paar Jahr erneut mit der Imprägnierung versehen werden.

Wie baue ich ein Tipi selbst?

Damals wie heute fasziniert das Tipi die Menschen. Nicht umsonst sieht man auf so manchem Eventgelände oder auch im Privatgarten die Zelte aus vergangenen Zeiten stehen.

Bei einer bestimmten Größe (beispielsweise für den Eventbereich) raten wir davon ab, sich das Tipi selbst zu bauen. Für den Nachwuchs samt Nachbarskinder im hauseigenen Garten verhält es sich etwas anderes und man kann sich mit etwas handwerklichem Geschick das Tipi selbst bauen. Wie genau das geht, sehen Sie beispielsweise hier:

https://www.sat1.de/ratgeber/wohnen-garten/gartengestaltung/tipi-bauen-ein-wild-west-zelt-im-eigenen-garten-clip

Sie erfahren, wie viel Stoff Sie benötigen, wie lang die Stangen sein sollten und wie das Tipi verziert werden kann. Lassen Sie den Nachwuchs ruhig helfen; ein tolles Erlebnis für Jung und Alt!

Welchen Stoff soll ich verwenden?

Stoffe für die Zeltplane gibt es im Fachhandel zu erwerben; selbige sind imprägniert und zeichnen sich durch eine längere Haltbarkeit aus. Der Markt bietet auch Stoffe aus 100% Baumwolle, die dennoch absolut wasserdicht sind.

Bilderquelle: (Bild: Free-Photos – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

 

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